Hebehilfen

Hebehilfen für Logistik und Lager: viele Griffe, wenig Zeit.

Im Lager wiegt selten ein einzelnes Stück zu viel. Es ist die Summe: Hunderte Griffe je Schicht, wechselnde Formate, Paletten in jeder Höhe. Eine Hebehilfe für die Logistik muss deshalb vor allem eines sein – so schnell wie die Hand.

Geräte
5
Anwendungsfälle
4
Fabrikate
alle
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In der Logistik zählt die Summe

In Produktion und Montage gibt es meist ein schweres Teil und einen festen Ablauf. In der Lagerlogistik ist es umgekehrt: Die einzelnen Güter sind oft gut zu heben, aber es sind viele, und keines gleicht dem anderen. Die Leitmerkmalmethode bildet genau das ab – die Häufigkeit fließt in die Bewertung ebenso ein wie das Gewicht. Ein Arbeitsplatz mit mittelschweren Kartons kann deshalb höher bewertet werden als einer, an dem zweimal am Tag ein schweres Teil gehoben wird.

Für die Hebehilfe folgt daraus eine strenge Vorgabe: Sie darf den Griff nicht verlängern. Jede Sekunde mehr je Griff summiert sich über die Schicht zu einer Zeit, die im Versand fehlt. Hebehilfen in der Logistik werden deshalb zuerst nach Geschwindigkeit ausgewählt und erst danach nach Traglast.

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Wareneingang, Kommissionierung, Versand

Die drei Bereiche stellen verschiedene Aufgaben, auch wenn dieselbe Ware durch sie läuft. Im Wareneingang werden Paletten zerlegt: gemischte Lagen, unbekannte Gewichte, Folie und Umreifung. Hier braucht es einen Greifer, der vieles kann, und einen Hubbereich vom Boden bis zur obersten Lage.

In der Kommissionierung kommt es auf das Verfahren an. Wird nach dem Prinzip Ware zur Person kommissioniert, steht die Hebehilfe fest am Kommissionierplatz und bedient eine kleine Fläche mit hoher Frequenz. Läuft die Person zur Ware, ist eine fest installierte Hebehilfe selten sinnvoll – dann helfen eher mobile Geräte an den Stellen mit schwerer Ware.

Im Versand wird gepackt und Palette um Palette beladen. Dort entscheidet die Fläche: Packtisch, Rollenbahn und Palettenstellplatz sollten unter einem Tragwerk liegen.

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Das Tragwerk muss ins Lager passen

Ein Schwenkkran deckt einen Kreis um seine Säule ab, ein Schienensystem eine rechteckige Fläche. In der Logistik ist das Rechteck meist die bessere Form, weil Rollenbahnen, Packtische und Stellplätze in Reihen stehen. Ein Schienensystem lässt sich an der Hallendecke, an vorhandenen Stützen oder an einem eigenen Stahlbau befestigen; was die Decke trägt, ist vorab zu prüfen.

Hebehilfen im Lager haben einen Nachbarn, den es in der Produktion seltener gibt: den Stapler. Wo Flurförderzeuge kreuzen, müssen Säulen geschützt stehen und Tragwerke so hoch hängen, dass ein Hubmast darunter durchkommt. Diese Fragen klären wir bei der Aufnahme vor Ort, nicht erst bei der Montage.

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Ein Greifer für ein wechselndes Sortiment

Wer nur ein Format hebt, baut den Greifer für dieses Format. In der Logistik ist das die Ausnahme. Ein Vakuum-Flächensauger mit getrennt schaltbaren Zonen greift Kartons verschiedener Größe, ohne dass jemand umbauen muss. Für Säcke, Eimer oder Gebinde, die kein Sauger hält, gibt es Wechselgreifer mit Schnellkupplung.

Bewährt hat sich, das Sortiment vorab zu ordnen: Welche Formate machen den Großteil der Griffe aus, welche sind Ausnahmen? Der Greifer wird für die Mehrheit gebaut. Die Ausnahmen bekommen einen zweiten Greifer oder bleiben bewusst Handarbeit – wenn die Beurteilung das zulässt.

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Mehrschichtbetrieb verbraucht Nutzungsdauer

Viele kurze Arbeitsspiele belasten ein Hubwerk anders als wenige lange. Im Mehrschichtbetrieb eines Verteilzentrums ist die theoretische Nutzungsdauer eines Geräts deshalb schneller verbraucht, als das Baujahr vermuten lässt. Das betrifft die Wartung: Intervalle sollten sich nach den tatsächlichen Arbeitsspielen richten, nicht nur nach dem Kalender. Wie viel Nutzungsdauer ein Hubwerk bereits verbraucht hat, lässt sich mit unserem Rechner nach FEM 9.755 abschätzen.

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Mobil, wo sich der Ort ändert

Nicht jede schwere Ware kommt an einem festen Platz an. Für wechselnde Einsatzorte – eine Regalgasse mit schweren Artikeln, eine Rampe, die nur zeitweise belegt ist – gibt es Hebehilfen auf fahrbarem Unterbau. Sie brauchen einen ebenen, tragfähigen Boden und eine Bauart, die auch mit ausgefahrenem Arm standsicher bleibt. Ob eine mobile Lösung reicht oder ob sich ein fester Platz lohnt, zeigt meist die Zahl der Griffe je Tag.

Übersicht

Hebehilfen in der Logistik nach Bereich

Bereich Typische Güter Engpass Naheliegende Lösung
Wareneingang Gemischte Paletten, Gebinde Wechselnde Formate, Lagenhöhe Hubachse oder Balancer mit Wechselgreifer
Kommissionierung (Ware zur Person) Kartons, Behälter Frequenz am festen Platz Seilbalancer mit Flächensauger, kleines Schienensystem
Kommissionierung (Person zur Ware) Schwere Einzelartikel Wechselnder Ort Mobiles Gerät an Schwerpunkten
Versand Kartons, Pakete Fläche von Packtisch bis Palette Schienensystem über dem ganzen Packplatz
Retouren Unbekannte Inhalte Gewicht und Schwerpunkt unklar Greifer mit Reserve, langsamere Bewegung
Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Logistik und Lager

Ist eine Hebehilfe in der Logistik nicht zu langsam?

Wenn sie falsch ausgewählt ist, ja. Ein Seilbalancer mit passendem Sauger greift und hebt in einer Bewegung; der Bediener muss nichts einhängen und auf nichts warten. Entscheidend ist, dass Greifer und Bedienung auf die häufigsten Formate abgestimmt sind.

Lässt sich eine Hebehilfe an der Hallendecke befestigen?

Oft, aber nicht immer. Ob Dach oder Decke die zusätzlichen Lasten aufnehmen, ist vorab zu prüfen. Wo das nicht geht, steht das Schienensystem auf einem eigenen Stahlbau oder an vorhandenen Stützen.

Was ist mit Staplerverkehr unter dem Schienensystem?

Das Tragwerk muss so hoch hängen, dass Hubmast und Last darunter durchpassen, und Säulen im Fahrbereich brauchen einen Anfahrschutz. Wir nehmen die Fahrwege bei der Planung mit auf.

Können verschiedene Kartongrößen mit einem Greifer gehoben werden?

Mit einem Flächensauger, dessen Zonen sich einzeln schalten lassen, in vielen Fällen ja. Für Güter, die kein Sauger hält, gibt es Wechselgreifer mit Schnellkupplung.

Wie oft muss eine Hebehilfe im Mehrschichtbetrieb gewartet werden?

Das richtet sich nach Herstellerangaben und tatsächlicher Nutzung, nicht allein nach dem Kalender. Bei vielen Arbeitsspielen je Schicht sind kürzere Intervalle üblich. Die wiederkehrende Prüfung ist davon getrennt und wird in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt.

Kontakt

Beschreiben Sie uns die Last und den Handgriff.

Gewicht, Maße, Griffstelle und wie oft am Tag – mehr braucht es für den ersten Vorschlag nicht. Den Rest klären wir am Arbeitsplatz.

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