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Ein Regelwerk statt hundert Einzelentscheidungen
Ohne Rohrklasse wird jede Leitung einzeln entschieden – von wechselnden Personen, über Jahre hinweg. Mit Rohrklasse steht fest, welches Bauteil bei welchem Druck, welcher Temperatur und welchem Medium einzusetzen ist. Planung, Einkauf und Montage arbeiten aus derselben Quelle.
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Auf der Normbasis, die zu Ihrer Anlage passt
Die Rohrklassenerstellung erfolgt auf Kundenwunsch für alle Nennweiten auf Basis der gängigen Normen: DIN EN 13480, AD 2000 oder ASME. Die Innendrucknachweise führen wir für alle genormten Rohrleitungsbauteile nach den aktuellen nationalen und internationalen Vorschriften.
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Was die Rohrklasse einspart
Weniger Varianten im Lager, kürzere Beschaffungswege, weniger Rückfragen auf der Baustelle und eine belastbare Grundlage für jede Prüfung. Die Erstellung amortisiert sich meist beim ersten größeren Projekt.
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Was in einer Rohrklasse steht
Eine Rohrklasse legt für einen Einsatzbereich – Medium, Auslegungsdruck, Auslegungstemperatur – alles fest, was in eine Leitung eingebaut werden darf: Werkstoff, Nennweitenbereich, Wanddicke oder Schedule je Nennweite, Korrosionszuschlag, Verbindungsart, Flansche mit Druckstufe und Dichtfläche, Dichtungen, Schrauben und Muttern, Formstücke, Armaturen und die Abzweigtabelle. Wer eine Leitung plant, sucht nicht mehr aus, sondern schlägt nach.
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Die Wanddicke wird gerechnet, nicht geschätzt
Nach DIN EN 13480-3 ergibt sich die erforderliche Wanddicke eines geraden Rohrs unter Innendruck aus e = p · Dₐ / (2 · f · z + p), nach ASME B31.3 aus t = P · D / 2 (S · E · W + P · Y). Dazu kommen Korrosionszuschlag und die negative Fertigungstoleranz des Rohrs. Erst dann wird die nächste handelsübliche Wanddicke gewählt. Diese Rechnung führen wir für jede Nennweite der Klasse und legen sie offen bei – damit jede Zahl in der Tabelle nachprüfbar ist.
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Nach Ihren Vorgaben, nicht nach unseren
Viele Betreiber haben Werksnormen: bevorzugte Werkstoffe, freigegebene Hersteller, eigene Bezeichnungsschlüssel, ausgeschlossene Dichtungswerkstoffe. Wir erstellen Rohrklassen innerhalb dieser Vorgaben, übernehmen bestehende Klassen in ein einheitliches Format oder prüfen sie gegen die aktuelle Normfassung. Auch die Umstellung von DIN-Klassen auf ASME für ein internationales Projekt gehört dazu.
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Abzweige und Ausschnitte
Welcher Abzweig bei welcher Nennweitenkombination zulässig ist – T-Stück, Aushalsung, Stutzen mit oder ohne Verstärkung –, steht in der Abzweigtabelle der Klasse. Wo ein Ausschnitt verstärkt werden muss, führen wir den Nachweis der Ausschnittsverstärkung nach DIN EN 13480-3 oder ASME B31.3 mit. So muss auf der Baustelle niemand entscheiden, was die Planung offen gelassen hat.