Branche

Handhabungstechnik für Metallverarbeitung und Maschinenbau

In der Zerspanung liegt die Wertschöpfung in der Spindel, nicht im Weg dorthin. Trotzdem geht ein erheblicher Teil der Rüstzeit für das Einlegen, Wenden und Entnehmen schwerer Rohteile drauf – oft am Hallenkran, oft zu zweit. Ein Manipulator am Maschinenplatz macht daraus eine Ein-Mann-Bewegung von wenigen Sekunden.

Standard-Gerätehub
1500 mm
Mann am Kran werden einer am Gerät
2
Griffe in den Gefahrenbereich
0
01 — Einsatzbereiche

Das Werkstück kommt zur Maschine, nicht der Rücken.

Typische Handhabungsaufgaben in Metall & Maschinenbau – und was sie technisch verlangen.

01

Maschinenbeschickung

Guss-, Schmiede- und Sägerohteile in Dreh-, Fräs- und Bearbeitungszentren einlegen – auch tief im Arbeitsraum und hinter der Schutztür.

02

Werkstücke wenden

Bauteile zwischen zwei Aufspannungen drehen, ohne sie abzusetzen. Der Balancer hält, der Werker dreht.

03

Vorrichtungs- und Spannmittelwechsel

Schwere Spannvorrichtungen und Backenfutter beim Rüsten austauschen – der häufigste Ort für Quetschverletzungen an der Maschine.

04

Schweiß- und Blechbaugruppen

Große, sperrige Baugruppen zur Schweißvorrichtung führen und lagerichtig halten, bis die Heftnaht sitzt.

05

Späne- und Behälterhandling

Späneboxen, Werkstückkörbe und Waschkörbe zwischen Maschine, Waschanlage und Messplatz bewegen.

06

Umformung und Presse

Platinen und Ziehteile in die Presse einlegen und entnehmen, ohne in den Presseraum zu greifen.

02 — Worauf es ankommt

Was Metall & Maschinenbau von Handhabungstechnik verlangt

Der Hallenkran ist die teuerste Lösung, die es gibt

Nicht in der Anschaffung – im Betrieb. Wer am Kran arbeitet, wartet: auf die Katze, auf den Kollegen, auf das Auspendeln der Last. Eine Aufnahme, die am Manipulator acht Sekunden dauert, kostet am Kran leicht drei Minuten, weil Anschlagen, Fahren, Ausrichten und Ablegen zusammenkommen. Bei zwanzig Wechseln in der Schicht ist das eine Stunde Maschinenstillstand pro Tag und Platz. Der Manipulator steht dagegen an der Maschine, ist ohne Anschlagmittel einsatzbereit und pendelt nicht.

Reaktionsarm heißt: das Werkstück steht, wenn die Hand loslässt

Beim Einlegen in eine Vorrichtung entscheidet der letzte Zentimeter. Ein Seilbalancer, der nachschwingt, macht aus dem Einlegen ein Suchen. Unsere Geräte sind über die Steuerung so gedämpft, dass die Last dort bleibt, wo sie losgelassen wird. Das schont nicht nur den Nerv des Werkers, sondern vor allem die Passflächen der Vorrichtung.

Knickarm, wenn der Weg nicht gerade ist

Ein Bearbeitungszentrum hat eine Schutztür, einen Späneförderer und meist noch eine Steuerkanzel im Weg. Ein Säulenschwenkarm kommt an solchen Hindernissen nicht vorbei – ein zweigliedriger Knickarm faltet sich darum herum und erreicht aus einem festen Standpunkt auch Positionen, die auf der geraden Linie verdeckt sind. Das ist der Grund, warum in der Zerspanung überwiegend Knickarmgeräte stehen.

Auslegung beginnt mit dem Bodenaufbau

Ein Manipulator überträgt sein Kippmoment in den Hallenboden. Bei 125 kg auf 3,4 m Ausladung sind das mehr als vier Kilonewtonmeter am Fußpunkt. Wir prüfen deshalb vor jeder Auslegung, ob verschraubt, gedübelt oder auf einer mobilen Grundplatte gearbeitet wird – und rechnen die Ankerkräfte nach. Das gehört zur Auslegung, nicht zur Montage.

05 — Häufige Fragen

Häufige Fragen aus Metall & Maschinenbau

Lohnt sich ein Manipulator, wenn eine Kranbahn vorhanden ist?

Meistens ja. Die Kranbahn bedient die ganze Halle, der Manipulator bedient einen Platz – und genau dort zählt die Sekunde. Rechnen Sie die Wechselhäufigkeit: Ab etwa zehn Bewegungen je Schicht an einem Platz ist das Standgerät wirtschaftlicher, weil es keine Wartezeit auf den Kran gibt.

Halten die Geräte Kühlschmierstoff und Späne aus?

Ja. Wir liefern in kühlmittelbeständiger Ausführung mit gekapselten Lagerstellen und geschützter Energiedurchführung. Für aggressive Medien oder Reinigungsprozesse gibt es zusätzlich beschichtete Ausführungen.

Brauche ich für das Gerät ein Fundament?

In der Regel nicht. Ein tragfähiger Industrieboden reicht meist aus – die Säule wird verdübelt oder verschraubt. Wir rechnen die Ankerkräfte aus Traglast und Ausladung nach und sagen Ihnen vor der Bestellung, ob Ihr Boden trägt. Wo kein Bohren möglich ist, arbeiten wir mit einer ballastierten mobilen Grundplatte.

Kann ein Gerät mehrere Maschinen bedienen?

Ja – über ein Schienensystem oder ein mobiles Gerät auf Grundplatte. Bei mehr als zwei Maschinen lohnt fast immer die Schiene, weil sie den Weg führt und das Gerät nicht jedes Mal neu ausgerichtet werden muss.

Kontakt

Wir kennen Ihre Halle noch nicht – aber die Aufgabe.

Ein kurzes Gespräch klärt meist mehr als drei Angebote. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – Sie landen direkt bei einem Ingenieur.

Entracon erreichen

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