Was „Rohrklassenberechnung nach EN 13480“ meint
Wer eine einzelne Leitung auslegt, rechnet für genau eine Nennweite, einen Druck und eine Temperatur. In einer Anlage mit einigen hundert Leitungen wiederholt sich diese Rechnung ständig – mit denselben Werkstoffen und denselben Bauteilen. Die Rohrklasse zieht die Arbeit vor: Für einen festgelegten Einsatzbereich wird jede Nennweite einmal nachgewiesen, und das Ergebnis steht als Tabelle bereit.
Die Rohrklassenberechnung ist damit kein eigenes Verfahren, sondern die Anwendung der EN 13480-3 auf alle Bauteile einer Klasse: gerades Rohr, Bogen, T-Stück, Reduzierung, Abzweig. Hinzu kommt, was die Norm nicht rechnet, sondern voraussetzt – genormte Flansche, Dichtungen und Schrauben mit ihren eigenen Druck-Temperatur-Grenzen.