Anwendungsfall

Ein Bauteil einsetzen, das klein aussieht und hundertfünfzig Kilogramm wiegt

Ein Transformator täuscht. Er ist kaum größer als ein Umzugskarton und wiegt das Fünffache – und beim Einsetzen in ein Gehäuse bleibt ringsum so wenig Platz, dass man mit den Fingern nicht mehr dazwischenkommt.

Bauteil
Transformator, Drossel, Umrichtermodul
Gewicht
40 bis 250 kg
Bewegung
heben, führen, senkrecht absenken
Genauigkeit
Bohrbild im Millimeterbereich
Häufigkeit
10 bis 60 je Schicht
Besonderheit
außermittiger Schwerpunkt, hohe Dichte
01 — Die Aufgabe

Kompakt ist nicht leicht. Kompakt ist nur klein.

Transformator von der Palette nehmen, zum Montageplatz führen, über die Aufnahme setzen und absenken. Der Schwerpunkt liegt selten in der Mitte – Wicklung, Anschlusskasten und Kern verschieben ihn. Von Hand wird zu zweit gehoben, und die letzten Zentimeter werden geschätzt: Die Sicht auf die Auflagepunkte ist durch das Bauteil selbst verdeckt. Quetschgefahr an den Händen ist hier die Regel, nicht die Ausnahme.

02 — Die Lösung

Wie wir das lösen

Der Aufhängepunkt wandert mit dem Typ

Hängt der Aufnahmepunkt nicht über dem Schwerpunkt, kippt das Bauteil, bis beides übereinandersteht – und beim Absenken in ein enges Gehäuse ist genau das der Moment, in dem es anschlägt. Deshalb bekommt die Aufnahme einen verschiebbaren Anschlagpunkt mit gerasteten, beschrifteten Positionen. Für jeden Typ wird die Einstellung einmal ermittelt; das Umstellen dauert danach Sekunden.

Getragen am Kern, nicht an den Anbauten

Gegriffen wird am Kernpaket oder an den vorgesehenen Aufnahmepunkten, nicht an Anschlusskasten, Klemmleiste oder Wicklung – die tragen nichts und nehmen Schaden. Eine formschlüssige Aufnahme, die unter das Kernpaket greift oder in Aufnahmebohrungen einfährt, hält sicher und lässt die empfindlichen Teile frei. Bei wechselnden Bauformen arbeiten wir mit verstellbaren Auflagen statt mit mehreren Greifern.

Absenken ohne Sicht

Die Auflagepunkte sind im entscheidenden Moment verdeckt. Deshalb wird ausgerichtet, solange noch Sicht besteht, und dann senkrecht abgesenkt: Ein Gerät mit geführter Hubachse hält den Winkel, während die Hände nur noch leicht führen. Anschläge und Endlagen an der Aufnahme legen die Position vor – die letzten Zentimeter sind dann keine Schätzung mehr, und die Finger bleiben aus der Quetschzone.

03 — Was sich ändert

Am Arbeitsplatz danach

  • Das Einsetzen gelingt von einer Person statt zu zweit.
  • Der außermittige Schwerpunkt wird über eine gerastete Einstellung beherrscht.
  • Anschlusskasten und Wicklung bleiben unbelastet.
  • Die Finger bleiben aus dem Spalt zwischen Bauteil und Gehäuse.
  • Das Bauteil bleibt beim Absenken waagerecht.
Häufige Fragen

Häufige Fragen

Wie beherrscht man den außermittigen Schwerpunkt?

Über einen in der Aufnahme verschiebbaren Anschlagpunkt mit Rastpositionen. Für jeden Typ wird die Einstellung einmal ermittelt und beschriftet; umgestellt wird dann in Sekunden. Das ist deutlich schneller und sicherer, als bei jedem Teil neu auszuprobieren.

Balancer oder starrer Arm?

Starrer Arm. Das Bauteil wird in eine enge Aufnahme abgesenkt und dabei geführt – ein Balancer würde im Moment des Ansetzens auspendeln. Für den reinen Transport von der Palette wäre der Balancer richtig, für das Einsetzen nicht.

Geht das auch bei Bauteilen über 250 Kilogramm?

Ja, dann meist über ein Schienensystem mit größerer Traglast statt über einen Säulenschwenkarm. Die Kinematik bleibt gleich; es ändern sich Auslegung, Verankerung und die Frage, wie das Bauteil überhaupt an den Platz kommt.

Kontakt

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Ein kurzes Gespräch klärt meist mehr als drei Angebote. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – Sie landen direkt bei einem Ingenieur.

Entracon erreichen

Wie dürfen wir helfen?

Der Chat ist gerade nicht besetzt. Wir sind morgen ab 08:00 Uhr wieder für Sie da. Fordern Sie gern einen Rückruf an – wir melden uns bei Ihnen.
E-Mail schreiben info@entracon.de
Oder direkt anrufen +49 234 5414010