Ein Begriff, mehrere Anwendungen
Vorspannen bedeutet, eine Kraft oder Verformung absichtlich im Montagezustand einzubringen, damit der Betriebszustand günstiger ausfällt. Im Rohrleitungsbau begegnet einem der Begriff an vier Stellen: bei der Kaltvorspannung der Leitung selbst, bei der Voreinstellung von Federhängern, beim Vorspannen von Kompensatoren und bei den Schrauben einer Flanschverbindung.
Gemeinsam ist allen vieren, dass der Wert berechnet, bei der Montage eingestellt und dokumentiert werden muss. Eine Vorspannung, von der später niemand mehr weiß, ist eine Fehlerquelle.