Fachlexikon

Transfertechnik

Technik für die Übergabe von Werkstücken zwischen Stationen, Maschinen oder Fördermitteln. Sie ist der Punkt, an dem in vielen Fertigungen von Hand gearbeitet wird – und damit die häufigste Stelle, an der eine Hebehilfe wirtschaftlich wird.

Auch
Transfersysteme · Übergabetechnik · Werkstücktransfer
Wird auch genannt
  • Transfersysteme
  • Übergabetechnik
  • Werkstücktransfer
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Was Transfertechnik leistet

Transfertechnik bringt Werkstücke von einer Bearbeitungs- oder Montagestation zur nächsten – im Takt, in definierter Lage und ohne dass jemand sie anfassen muss. Bekannte Formen sind die Transferstraße, der Rundtakttisch, das Werkstückträgersystem auf Band oder Rollen und der Greifertransfer in Pressen.

Gemeinsam ist ihnen, dass die Lage des Werkstücks über die gesamte Strecke erhalten bleibt. Die Ordnung, die einmal hergestellt wurde, geht nicht wieder verloren.

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Starr oder lose verkettet

Bei der starren Verkettung werden alle Werkstücke gleichzeitig um eine Station weitergetaktet. Das ist schnell und platzsparend – aber steht eine Station, steht die Linie.

Bei der losen Verkettung laufen die Werkstücke einzeln auf Werkstückträgern, und zwischen den Stationen liegen Puffer. Eine kurze Störung wird vom Puffer aufgefangen, Stationen können unterschiedlich schnell arbeiten, und Handarbeitsplätze lassen sich einbinden. Dafür braucht das System mehr Fläche und mehr Werkstückträger.

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Wo die Handarbeit bleibt

Innerhalb der Linie fasst niemand das Werkstück an. An ihren Rändern schon: beim Auflegen auf den ersten Werkstückträger, beim Abnehmen am Ende, an Prüf- und Nacharbeitsplätzen und überall dort, wo zwei Systeme mit unterschiedlicher Höhe oder Ordnung aufeinandertreffen.

Diese Übergaben haben zwei Eigenschaften, die sie belastend machen. Sie folgen dem Takt der Linie – der Mensch kann das Tempo nicht selbst bestimmen. Und sie verlangen Genauigkeit: Das Werkstück muss in die Aufnahme des Trägers treffen, nicht nur daneben abgelegt werden.

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Die Übergabe auslegen

Ob ein Übergabeplatz von Hand, mit Hebehilfe oder automatisch arbeitet, ergibt sich aus wenigen Angaben.

  • Werkstückgewicht und Taktzeit: Sie bestimmen die Belastung über die Schicht.
  • Bereitstellung vor der Linie: geordnet auf Trägern oder ungeordnet im Behälter.
  • Genauigkeit der Aufnahme: Zentrierstifte und Einführschrägen am Werkstückträger erleichtern das Einlegen erheblich.
  • Variantenzahl: Jede Variante braucht in der Automatik einen passenden Greifer und ein Programm.

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Übersicht

Starre und lose Verkettung im Vergleich

Merkmal Starre Verkettung Lose Verkettung
Weitergabe alle Werkstücke gleichzeitig im Takt einzeln auf Werkstückträgern
Puffer keine zwischen den Stationen
Störung einer Station Linie steht Puffer überbrückt kurze Stillstände
Handarbeitsplätze schwer einzubinden gut einzubinden
Flächenbedarf gering höher
Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Transfertechnik

Was ist ein Werkstückträger?

Eine Palette oder Aufnahme, die das Werkstück in definierter Lage durch die Linie trägt. Stationen positionieren und spannen den Träger, nicht das Werkstück. So kann dieselbe Linie verschiedene Werkstücke bearbeiten, solange sie auf den Träger passen.

Warum wird das Auflegen am Linienanfang oft nicht automatisiert?

Weil die Teile dort ungeordnet ankommen – im Behälter, auf der Palette, vom Lieferanten. Die Automatisierung müsste erst die Ordnung herstellen, die die Linie voraussetzt. Bei vielen Varianten ist der Werker mit einer Hebehilfe die wirtschaftlichere Lösung.

Hält eine Hebehilfe den Takt einer Linie?

Das hängt von Taktzeit, Weg und Greifer ab und wird für den konkreten Platz geprüft. Günstig sind kurze Wege, ein Greifer ohne Nachfassen und eine Aufnahme am Werkstückträger mit Einführhilfe.

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