Fachlexikon

Vakuumerzeuger

Die Einheit, die den Unterdruck erzeugt – als Ejektor aus Druckluft oder als elektrische Vakuumpumpe. Ejektoren sind klein, wartungsarm und sofort verfügbar, brauchen aber dauerhaft Druckluft; Pumpen sind im Dauerbetrieb sparsamer. Sicherheitsrelevant ist beides Mal derselbe Punkt: Speicher, Rückschlagventil und Warneinrichtung, damit die Last bei Ausfall nicht sofort fällt.

Auch
Ejektor · Vakuumpumpe · Saugstrahlpumpe
Wird auch genannt
  • Ejektor
  • Vakuumpumpe
  • Saugstrahlpumpe
01

Zwei Kenngrößen, die gegeneinander stehen

Ein Vakuumerzeuger wird durch zwei Größen beschrieben: den erreichbaren Unterdruck und das Saugvermögen, also den Volumenstrom, den er aus dem System fördert. Der Unterdruck bestimmt die Haltekraft je Fläche, das Saugvermögen bestimmt, wie schnell der Unterdruck aufgebaut wird und wie viel Leckage der Erzeuger ausgleichen kann.

Beides zugleich maximal gibt es nicht. Bauarten mit hohem Unterdruck fördern wenig Luft, Bauarten mit hohem Volumenstrom erreichen nur einen mäßigen Unterdruck. Die Wahl folgt deshalb aus dem Werkstück.

02

Ejektor: Vakuum aus Druckluft

Im Ejektor strömt Druckluft durch eine Düse und reißt die Luft aus dem Sauganschluss mit – das Venturi-Prinzip. Der Ejektor hat keine bewegten Teile, ist klein und leicht und kann direkt am Greifer sitzen; das Vakuum steht ohne Anlaufzeit an.

Der Preis ist der Luftverbrauch, solange gesaugt wird. Bei dichten Werkstücken senkt ihn eine Luftsparfunktion, die den Ejektor abschaltet, sobald der Sollwert erreicht ist, und bei Abfall nachregelt. Bei porösen Werkstücken wirkt sie nicht, weil ständig Luft nachströmt.

03

Pumpe und Gebläse: Vakuum aus Strom

Elektrische Vakuumpumpen – häufig Drehschieberpumpen – erreichen einen hohen Unterdruck bei mittlerem Saugvermögen und arbeiten im Dauerbetrieb wirtschaftlich. Sie brauchen Wartung, etwa den Wechsel von Filtern und Schiebern, und sind schwerer als ein Ejektor.

Vakuumgebläse, etwa Seitenkanalverdichter, fördern sehr große Luftmengen bei geringem Unterdruck. Sie sind die Antwort auf stark poröse Werkstücke wie Kartonagen, Säcke oder rohe Holzwerkstoffe, bei denen die Leckage zum Normalzustand gehört.

04

Was zur Sicherheit dazugehört

Unabhängig von der Bauart gilt: Der Erzeuger allein macht kein sicheres Lastaufnahmemittel. Ein Rückschlagventil verhindert, dass bei Ausfall Luft zurückströmt, ein Speicher hält eine Reserve vor, und eine Überwachung meldet sinkenden Unterdruck optisch und akustisch. Bei Ejektoren ist außerdem zu klären, was beim Ausfall der Druckluft geschieht, bei Pumpen, was beim Ausfall des Stroms.

05

Typische Fehler bei der Auswahl

Fehler entstehen meist, weil nur auf den Unterdruck geschaut wird.

  • Ejektor mit hohem Endvakuum für poröses Material gewählt – das Saugvermögen reicht nicht.
  • Leitungen zu lang oder zu dünn: Der Erzeuger ist groß genug, das Vakuum kommt am Sauger zu spät an.
  • Kein Filter vor dem Erzeuger bei staubigen Werkstücken.
  • Luftverbrauch des Ejektors in der Betriebskostenrechnung vergessen.

Was Entracon dazu anbietet, steht auf der passenden Seite.

Weiter zum Angebot
Übersicht

Bauarten von Vakuumerzeugern im Vergleich

Bauart Stärke Grenze Passt bei
Ejektor klein, leicht, sofort verfügbar, keine bewegten Teile verbraucht Druckluft, begrenztes Saugvermögen dichte Flächen, kurze Zyklen
Vakuumpumpe hoher Unterdruck, sparsam im Dauerbetrieb Gewicht, Wartung Dauerbetrieb, leicht poröse Teile
Vakuumgebläse sehr großer Volumenstrom geringer Unterdruck, große Saugfläche nötig Kartons, Säcke, stark poröses Material
Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Vakuumerzeuger

Ist ein höherer Unterdruck immer besser?

Nein. Über etwa 0,6 bis 0,8 bar Unterdruck steigt der Aufwand stark, der Gewinn an Haltekraft aber nur noch wenig. Meist ist es wirtschaftlicher, die Saugfläche zu vergrößern, als den letzten Rest Unterdruck zu erzeugen.

Wann lohnt sich eine Pumpe statt eines Ejektors?

Wenn lange oder dauernd gesaugt wird, wenn das Werkstück porös ist oder wenn am Einsatzort keine ausreichende Druckluft zur Verfügung steht. Bei kurzen Zyklen auf dichten Flächen ist der Ejektor meist die einfachere Lösung.

Was bewirkt eine Luftsparfunktion?

Sie schaltet den Ejektor ab, sobald der eingestellte Unterdruck erreicht ist; ein Rückschlagventil hält ihn. Sinkt er unter einen Schwellwert, saugt der Ejektor nach. Das spart Druckluft, setzt aber dichte Werkstücke voraus.

Kontakt

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Ein kurzes Gespräch klärt meist mehr als drei Angebote. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – Sie landen direkt bei einem Ingenieur.

Entracon erreichen

Wie dürfen wir helfen?

Der Chat ist gerade nicht besetzt. Wir sind morgen ab 08:00 Uhr wieder für Sie da. Fordern Sie gern einen Rückruf an – wir melden uns bei Ihnen.
E-Mail schreiben info@entracon.de
Oder direkt anrufen +49 234 5414010